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Erste Schau der »Galerie 392«

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Artikel vom 03.12.2010 - 20.00 Uhr

Erste Schau der »Galerie 392«

Die Idee ist originell: Nina Kazda und Thomas Gaska, die beide ursprünglich aus der Region stammen, planen, in Gießen eine Galerie mit Werken Berliner Künstler einzurichten. Derzeit suchen die beiden Galeristen, die lange Zeit in der Bundeshauptstadt gelebt haben, noch nach Räumlichkeiten für ihr Projekt »Galerie 392«.
Im Ausstellungsraum in der Kümmerei (von rechts): Johannes Buss, Mira Nicole Schnedler, Manuela Weichenrieder, Johannes Gruber,
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Im Ausstellungsraum in der Kümmerei: Johannes Buss, Manuela Weichenrieder, Johannes Gruber, Thomas Gaska, Jörg Wagner und Nina Kazda. (Foto: olz)
Um Interessenten bereits einen Vorgeschmack zu bieten und auch potenzielle Vermieter anzusprechen, ist jetzt kurzerhand die Kümmerei eingesprungen. Voraussichtlich noch bis Weihnachten sind in ihren Räumen in der Steinstraße unter dem Titel »Going West« rund 20 Werke der Berliner Künstler Johannes Buss, Johannes Gruber, Mira Nicole Schnedler zu sehen. Zur Vernissage kamen am Donnerstagabend etwa 30 Gäste.

Als Gastgeber begrüßten die Kümmerer Jörg Wagner und Manuela Weichenrieder die Besucher, die in der aktuellen Ausstellung neben Gemälden auch Objekte und Installationen betrachten konnten. Das Projekt der Galeristen, das im Titel die Entfernung nach Berlin in Kilometern angibt, könne die in den letzten Jahren stark rückläufige Gießener Galerieszene bereichern, sagte Wagner. Interessenten seien eingeladen, die Ausstellung im Rahmen der Öffnungszeiten der Kümmerei mittwochs von 14 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung zu besuchen, so der Kümmerer bevor Kazda die ausstellenden Künstler vorstellte. Buss, der in der Steinstraße Installationen und Objekte zeigt, und Gruber, der vor allem konzeptionell mit Licht, Sound und Gerüchen arbeitet, hätten beide bereits vor langer Zeit schon einmal gemeinsam ausgestellt. Neu ist hingegen die Dreierkombination mit Schnedler, die in der Kümmerei Gemälde präsentiert. Ihr Fokus liege jedoch nicht auf der Motivauswahl, sondern im Malprozess selbst, erklärte Kazda, die zuvor mit ihrem Partner den Hintergrund des Projekts erläutert hatte. Vor allem deshalb, weil es viele Berliner Künstler, die in der Hauptstadt nicht ausreichend Publikum fänden, in Richtung Westen ziehe, hätten sie sich dazu entschieden, in Gießen ihre Galerie zu eröffnen, erklärte Gaska, der 13 Jahre in Berlin gelebt und dort in einer Galerie gearbeitet hat. Bis in der neuen Heimat eine feste Bleibe gefunden ist, werden beide an wechselnden Orten in der Stadt Kunstwerke präsentieren.

Die aktuelle Ausstellung ist ein gelungener Einstand, denn die Werke - beispielsweise großformatige Gemälde von Schnedler, Basketbälle in Ketten von Buss oder eine Teppichinstallation von Gruber - sind sehenswert und lassen hoffen, das noch mehr Berliner Künstler ihren Weg nach Gießen finden werden. olz

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Artikel vom 03.12.2010 - 20.00 Uhr
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